Gymnastik / Bewegungsübungen:

Meist freie, bei Bedarf unterstützte Bewegungsabläufe mit oder ohne Widerstand. Das Bewegen erfolgt in unterschiedlichsten Formen; gezielt einzelne Gelenke, oder komplex, den ganzen Körper betreffend (Tempo individuell, mit oder ohne Geräte, Kombination mit Pausen, usw.)

Medizinische Trainingstherapie:

Angeleitetes, gezieltes Auftrainieren einzelner Muskelgruppen, oder der allgemeinen Leistungsfähigkeit (lokal nach Verletzungen/ Operationen, oder allgemein nach Herzinfarkt, usw.). Meist als Übergang zu selbstständigem Training gedacht.

Medizinische Massagen:

Eine Therapiemethode zur Beeinflussung von Tonus und Turgor der Haut und Muskulatur, von Kontrakturen, Narben und Zirkulationsstörungen durch Dehnungs-, Zug- und Druckreize. Oft als Ergänzung zu anderen Therapiemethoden.

Bobath:

Therapiekonzept für neurologische Erkrankungsbilder, wie z.B.Halbseitenlähmung nach Hirnschlag oder bei MS (Multiple Sklerose). Die Behandlung gründet auf der Hemmung von abnormalen Reflexaktivitäten und dem Wiedererlernen normaler Bewegungen.

Laser:

Therapie mit elektromagnetisch gebündeltem Licht (mit einer Wellenlänge von 904nm). Wirkt biostimulierend; fördert das Zellwachstum, beschleunigt den Stoffwechsel und stärkt das Immunsystem. Auch die antikbakterielle Wirkung ist therapeutisch einsetzbar (z.B. Ulcusbehandlung = offene Beine).

Therapie nach Vojta:

Der Reflexlokomotion liegen "globale Muster" zugrunde, die von Vojta 1954 entdeckt wurden. Die Bezeichnung globales Muster bezieht sich auf motorische Reaktionen, die unter Anwendung der Reflexfortbewegung erscheinen. Hier wird die gesamte Skelettmuskulatur des Körpers in einer bestimmten Koordination aktiviert und das Zentralnervensystem in allen seinen Schaltungsebenen angesprochen.

Fussreflexzonenmassage:

Gilt als "Umstimmungs- und Ordnungstherapie" und beruht auf der Stimulation von körpereigenen Reflexen. Kann nicht nur als Therapie, sondern auch als diagnostisches Verfahren eingesetzt werden. (Achtung: es ist keine allgemein anerkannte Physiotherapiemethode und kann daher nicht als Haupttherapie zur Lasten der Grundversicherung gelten)

Craniosacrale Osteopathie:

Diese Therapie ist ein Teilgebiet der Osteopathie. (Cranium - Schädel; Sacrum - Kreuzbein) Es handelt sich um eine sogenannte ganzheitliche Therapie, welche Bewegungen analysiert und anschliessend durch sanfte Berührungen mobilisiert. Ziel ist es die selbstregulatorischen Kräfte des Körpers in Gang zu setzen.

Viscerale Osteopathie:

beschäftigt sich mit der Behandlung innerer Organe im Brust- und Bauchraum. Diese besitzen eine Eigenbeweglichkeit, z. Bsp. Peristaltik, dazu kommt eine aktive Hebe- und Senkbewegung die durch das Zwerchfell verursacht wird. Durch sanfte Griffe wird die Motilität (so wird bei Organen die Mobilität bezeichnet) der Organe untereinander sowie der angrenzenden Strukturen behandelt.

Triggerpunkttherapie:

Durch Überlastung oder Verletzung können in einem Muskel Hartspannzonen entstehen. Diese sind schlecht durchblutet und verursachen Schmerzen. Diese ertastbaren Muskelzonen sind die sogenannten Triggerpunkte. Die durch Druck provozierbaren Schmerzen strahlen häufig in andere Körperregionen aus. Durch entsprechende Therapietechniken lassen sich diese Schmerzzustände auch nach langer Zeit wieder beseitigen.

Spiraldynamik:

Die Spiraldynamik® ist ein dreidimensionales, anatomisch-funktionell begründetes Bewegung- und Therapiekonzept. Einfacher formuliert: die Spiraldynamik bietet eine lernbare Gebrauchsanleitung für den menschlichen Körper von Kopf bis Fuss.

Das Ziel der Spiraldynamik® besteht darin, sich im Alltag anatomisch gesund zu bewegen, um Fehlbelastungen, Schmerz und Verschleiss gezielt zu vermeiden. Ideal für körperlich aktive Patienten. Je früher desto präventiver, je später desto therapeutischer. (weitere Infos unter LINK)

Manuelle Therapie:

Diese Therapieform befasst sich mit den Muskel- und Gelenkfunktionen (Bewegungseinschränkungen, Gelenksblockaden, Muskelhartspann und Muskelschwäche). In erster Linie besteht die Therapie aus Mobilisation der Gelenke und einer Muskulaturbehandlung, unter welcher man die Dehnung der verkürzten und Kräftigung der geschwächten Muskulatur versteht. Mit ihr soll eine Verbesserung der Gelenkfunktionen und das Normalisieren des Muskeltonus (Spannungszustand), also das Lösen von Hartspannsträngen in der Muskulatur, und eine Schmerzlinderung erreicht werden. Blockierungen können nur mit dieser Methode gelöst werden.

PNF:

Bei der propriorezeptiven neuromuskuläre Faszilitation  handelt es sich um die Bahnung von Bewegungen über die funktionelle Einheit von Nerv und Muskel. Diese Bahnung lässt sich stimulieren durch Reize über den Bewegungsapparat, wie Dehnung sowie durch Zug und Druck auf die Gelenke. Im Weiteren durch Reize über die Haut, Augen und Gehör. Durch PNF soll die Koordination der Bewegungsabläufe und die Muskelspannung normalisiert werden wie auch eine Muskelkräftigung und -Dehnung erreicht werden.

Wärme- /Kälteanwendungen:

Bei Wärmeanwendungen wird die Durchblutung angeregt und der Muskeltonus gesenkt. Ausserdem bewirkt es Spasmolyse, Schmerzlinderung und allgemeine Entspannung.

Die Kälte lindert die akuten Schmerzen und wirkt der entzündungsbedingten Schwellung entgegen.

Lymphdrainage:

Mit den Techniken und Massnahmen der Lymphologischen Physiotherapie werden therapeutisch beeinflussbare Ödemkrankheiten behandelt. Die Elemente des Therapiekonzeptes beinhalten: Befund und Verlaufskontrollen, manuelle Lymphdrainage, Narbenbehandlung, Dauerkompressionstherapie (Bandagen und Bestrumpfung), Atemphysiotherapie, funktionelle Rehabilitation, Instruktion und Beratung der Patienten. (Die Behandlung von postoperativen / posttraumatischen Ödemen ist Teil der allgemeinen Rehabilitation)

Elektrotherapie:

Bewirkt je nach Stromart und Anwendungsform eine Schmerzlinderung, Förderung der Durchblutung, Entspannung, oder Anspannung der Muskulatur.
Förderung des Stoffwechsels und der Resorption von Ödemen und Gelenkergüssen. Spezielle Formen sind die sogenannten TENS-Geräte zur Schmerzlinderung und die "Compex"-Geräte zum gezielten Training von Muskelgruppen.

Ultraschall:

Durch mechanische Wellen werden Vibrationen (schneller Druckwechsel) im Gewebe erzeugt. Es entsteht dadurch eine "Mikromassage" im Gewebe selber (bis ca. 8 cm unter der Haut). Ein Teil der Schallenergie wird in Reibungsenergie umgewandelt (thermische Wirkung). Kombination mit anderen Elektrotherapieformen möglich.

Heimbehandlung:

Keine eigentliche Therapieform sondern lediglich die versicherungstechnisch relevante Tatsache, dass die betreffenden Patienten an ihrem Wohnort behandelt werden. (Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten nur wenn ein Transport in die Therapie nicht möglich oder zumutbar ist. Während des Aufenthaltes in einem Pflegeheim kann diese Zusatzleistung an die Krankenversicherung nicht verrechnet werden.)

Dry Needling

Das Dry Needling ist eine Weiterführung der Triggerpunkttherapie wie oben beschrieben. Hier wird die empfindliche Stelle im Muskel mit einer Akupunkturnadel behandelt und so eine Lockerung des Hartspannstranges bewirkt.